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Wundbehandlung / Moderne Materialien statt Mehl

 

 

1. Hilfe: Blutung mit Kompresse oder sauberem Tuch stillen und das verletzte Glied hochhalten

 

Die Hau(p)tsache bei Wunden ist die richtige Behandlung.

Die Haut ist das grösste Organ des Menschen und macht einen Zehntel seines Körpergewichts aus. Nebst ihrer Sinnes- und Kommunikationsfunktion hat sie vor allem eine Schutzfunktion. Eine Verletzung der Haut ist immer auch eine Verletzung der natürlichen Schutzbarriere. Um Infektionen zu verhindern, müssen Wunden deshalb richtig behandelt werden.

 

Gefahr. Stichwunden: Grosse Infektionsgefahr, Organverletzungen sind nie auszuschliessen, sofort Arzt oder Spital aufsuchen.

Bisswunden: Grosse Infektionsgefahr, auch bei menschlichen Bissen, immer zum Arzt.

Brandwunden: Der Schweregrad ergibt sich aus Ort, Ausdehnung und Tiefe der Verbrennung. 1. Grad: stark gerötete Haut (Sonnenbrand), die sich nach einigen Tagen in Fetzen ablöst; 2. Grad: Brandblasen mit gelblicher Flüssigkeit, Heilung nach zwei bis sechs Wochen, in den meisten Fällen keine Narben; 3. Grad: Zerstörung der ganzen Haut und des Untergewebes, die verbrannte Haut wird vom Körper abgestossen und nicht ersetzt, grosse Narbenbildung. Verbrennung mindestens 20 Minuten mit kaltem Wasser kühlen (keine Eisklötzchen), danach sterilen Deckverband anlegen. Brandblasen nicht öffnen. Bei Verbrennungen 2. oder 3. Grades sowie an Gesicht, Händen oder Geschlechtsorganen Arzt aufsuchen

Schürf- und Risswunden: Grössere Wunden nähen lassen, wenn möglich innert sechs Stunden.

Chronische Wunden (z.B. offenes Bein): Die langwierige Behandlung gehört in die Hand einer Fachperson.

Quetschwunden: Bei grossen Wunden Arzt aufsuchen.

Schnittwunden: Bei grossem Blutverlust, tiefer Verletzung und Wunden im Gesicht oder über Gelenk Arzt aufsuchen.

 

Schutz. Wundreinigung: Kleine Wunden etwas bluten lassen, um Verschmutzungen und Keime auszuschwemmen. Danach unter fliessendem Wasser reinigen, Fremdkörper und Gewebetrümmer vorsichtig entfernen und mit einem flüssigen, farblosen Mittel desinfizieren. Wundabdeckung: Bei starker Blutung Druckverband anlegen und das verletzte Körperteil hochhalten. Ansonsten sterile Kompresse anlegen. Ein Wundverband schützt die Wunde vor Infektionen, Wasser- und Salzverlust und fördert die Heilung. Verband oder Pflaster täglich wechseln. Im Gegensatz zu früher lässt man die Wunden heute eher etwas feucht. So heilen sie rasch und besser. Zudem gibt es heute sehr gute neue Materialien, wie durchsichtige Wundverbände.

 

News

 

Mit dem Sommer hat auch die Wandersaison wieder Einzug gehalten. Ob in roten oder anderen Socken – lange Märsche nehmen die Füsse ganz schön in Anspruch. Hier helfen neuartige Materialien wie Blasenpflaster, die vor Infektionen schützen und eine gewisse

Feuchtigkeit beibehalten, um die Bildung einer neuen Hautschicht zu beschleunigen.

Die Pflaster bringen zudem sofortige Schmerzlinderung an Reibungs- oder Druckstellen und gehören deshalb in jeden Rucksack. Ihre RegioPharm Apotheke zeigt Ihnen gerne, wie sie jeweils raschmöglichst wieder auf festen Füssen stehen.

 

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Der  Rat

 

Es gilt die Regel: Nur die saubere Wunde kann problemlos heilen. Deshalb: Auf die Wunde gehören keine Hausmittel wie Mehl, Öl oder Puder, Salben, Salbengazen, Wasserstoffsuperoxid oder Watte. Wundbenzin desinfiziert nicht. Salben gehören nur in speziellen Fällen (z.B. Verbrennungen) direkt auf die Wunden.

Immer sterile, einzelverpackte Wundauflagen verwenden, die nicht mit der Wunde verkleben und einen Luft- und Feuchtigkeitsaustausch ermöglichen. Wunde regelmässig überprüfen. Zum Eigenschutz bei Kontakt mit fremdem Blut Gummihandschuhe tragen, Tetanusimpfung alle fünf bis zehn Jahre erneuern.

 

 

 

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