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Venenprobleme / Auf schwachen Beinen

 

Jeder Zweite leidet an Krampfadern.

Fünf Liter Blut fliessen ununterbrochen durch unseren Körper, strömen durch die Arterien in alle Gewebe und über das Venensystem zurück zum Herz. Dabei funktionieren die Venenklappen wie Einwegventile, damit das Blut zum Herz zurücktransportiert wird. Sind diese Klappen kaputt, fliesst das Blut fälschlicherweise Richtung Unterschenkel zurück – die Erdanziehung lässt grüssen.

 

Komplikation. In diesem Fall drohen aufgrund des Überdrucks schwere Beine, Krampfadern, Ödeme (Flüssigkeit tritt durch schwache Venenwände aus und lässt die Beine anschwellen), entzündete Venen (Phlebitis), offene Beine (Unterschenkelgeschwür) oder ein Verschluss der Venen durch ein Blutgerinsel (Thrombose). Eine gefürchtete Komplikation der Thrombose ist die Lungenembolie. Dabei löst sich ein Blutgerinsel aus einer tiefen Beinvene und wird in die Lunge eingeschwemmt. Dies kann tödlich verlaufen, tiefe Venenentzündungen müssen deshalb sofort vom Arzt behandelt werden.

Häufigste Venenerkrankung sind Krampfadern. Diese erkennt man an netzartigen bläulichen Gefässen an den Unterschenkeln (Besenreisern) sowie dicken, geschlängelten, vorgewölbten Gefässen an den Beinen. Aufgrund geschädigter Venenklappen sowie Venenwände, die im Alter ihre Elastizität verlieren, staut sich das Blut in den Beinen.

Die Neigung zu Krampfadern ist oft vererbt, Frauen sind viermal häufiger betroffen

 

Rosskastanie. Abgesehen vom Aussehen verursachen Krampfadern oft keine Beschwerden. Es kann aber zu Schmerzen kommen, die Haut kann sich aufgrund der schlechten Durchblutung bräunlich oder mit weissen Flecken verfärben, es drohen Entzündungen, Juckreiz, offene Beine oder Thrombose.  Venenleiden können in erster Linie selber behandelt werden, erst wenn die Selbstmedikation nichts hilft, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Helfen können Vorbeugungsmassnahmen (siehe «Der Rat») oder Salben und Gel mit kühlender Wirkung. Letztere wirken aber nur oberflächlich. Wissenschaftlich erwiesen und sehr wirksam ist die Einnahme von Rosskastanienextrakten mit dem Wirkstoff Aescin. Dieser wirkt gefässabdichtend und entzündungshemmend, baut Ödeme ab und verbessert die Mikrozirkulation. Besondere Vorsicht müssen Patienten mit Veneninsuffizienz beim Reisen walten lassen. Hier raten wir: Auf dem Flug keine enge Kleidung tragen, für genügend Beinraum sorgen, viel Wasser, aber keinen Alkohol trinken, jede Stunde umhergehen, eventuell Stützstrümpfe tragen oder vor der Reise venenwirksame Medikamente nehmen. Für gefährdete Personen gibt es zudem Spritzen zum Verhindern von Thrombosen. In jedem Fall gilt: sich rechtzeitig in der Apotheke beraten lassen.

 

News

 

Amerikanische Forscher haben entdeckt, dass Diabetes-Patienten deutlich häufiger an Alzheimer leiden. Sie haben im Vergleich zu Menschen ohne die Zuckerkrankheit ein um 65 Prozent erhöhtes Risiko für die neurodegenerative Erkrankung. Möglicherweise können Therapien gegen Diabetes nun bei der Vorbeugung oder der Bekämpfung von Alzheimer eingesetzt werden. Antworten zu all Ihren Fragen rund um das Thema Diabetes finden Sie in Ihrer RegioPharm Apotheke.

 

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Der Rat

 

Wer Venenleiden vorbeugen will, sollte die Beine viel bewegen, da durch die Aktivität der Beinmuskeln das Blut in Richtung Herz zurückgepumpt wird; keine einengende Kleidung, dafür elastische Binden oder Stütz-strümpfe tragen, die es heute auch in kosmetisch ansprechender Form gibt; Hitze (Sauna, heisse Bäder, Sonne), Übergewicht und Wechselduschen vermeiden – sich statt dessen von den Füssen herzwärts kalt abduschen. Und stets gilt es die Kurzformel «3S 3L» zu beherzigen: statt Stehen und Sitzen lieber Laufen und Liegen.

 

 

 

 

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