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Umweltkrankheit

 

 

Nervig:

Allergie-Symptome wie tränende Augen

 

Heuschnupfen, Ekzeme, Lebensmittelallergie: ein Fünftel der Schweizer Bevölkerung leidet unter Allergien.

Erste Hinweise auf Heuschnupfen finden sich bereits bei den Römern. Heute entwickelt sich die Allergie in westlichen Ländern zu einer Volkskrankheit. Jeder Fünfte leidet unter Heuschnupfen, jeder Zehnte an einer allergisch bedingten Hauterkrankung.

 

Fremdkörper. Eigentlich ist die Allergie eine natürliche Abwehrreaktion des Körpers auf fremde Substanzen. Doch in diesem Fall reagiert das Immunsystem übermässig stark auf Fremdkörper wie Blütenstaub oder Konservierungsstoffe. Bei der allergischen Sofortreaktion zeigen sich die Symptome, wie Niesreiz, Hautausschläge und tränende Augen, innert Minuten nach dem Kontakt mit dem allergieauslösenden Stoff (Allergen). Typisch sind Heuschnupfen, Lebensmittel-, Hausstaub- und Tierhaarallergie, die schwerste Form ist der anaphylaktische Schock: der Körper reagiert, nach einem Bienenstich etwa, mit einem Kreislaufkollaps. Bei der allergischen Spätreaktion kann es nach dem Kontakt mit dem Allergen Stunden bis Tage dauern, bis die Symptome einsetzen. Typischer Vertreter ist das Kontaktekzem bei chemischen Substanzen in Kosmetika oder Nickel etwa («Jeansknopfekzem»).

 

Kontakt. Allergische Krankheiten sind häufig vererbt und können in jedem Alter auftreten, aber auch wieder verschwinden. Dass immer mehr Menschen Allergiker werden, hängt unter anderem mit der Veränderung unserer Lebensgewohnheiten zusammen. Immer weniger Säuglinge werden gestillt, Kinder wachsen in sauber geputzten Stadtwohnungen auf und Erwachsene kommen häufiger mit Substanzen in Kontakt, die Allergien auslösen können (z.B. Fertignahrungsmittel mit Konservierungsstoffen). Auch Umwelteinflüsse wie hohe Ozonwerte erhöhen das Risiko. Mindestens sechs Monate Stillen gilt als bestes Mittel, um ein Baby vor Allergien zu schützen (andernfalls hypoallergene Nahrung verwenden). Kinder sollten nicht zu sehr abgeschirmt werden, damit das Abwehrsystem trainiert wird. Für Allergiker ist es wichtig, die auslösende Substanz zu meiden, der Haushalt sollte möglichst allergenarm eingerichtet sein (keine Staubfänger oder Haustiere).

 

Reaktion. Zur Linderung der Allergie-Symptome stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung: Antihistaminika wirken gegen das körpereigene Histamin und lindern Beschwerden bei Juckreiz und Schnupfen. Abschwellende Mittel lassen die Schwellungen der Schleimhäute zurückgehen. Die Substanz Cromoglicinsäure wirkt vorbeugend gegen allergische Reaktionen und muss vor Ausbruch des Anfalls angewendet werden. Corticosteroide (Kortison) wirken zuverlässig gegen die Symptome von Allergien und kommen bei besonders schwerwiegenden Fällen zum Einsatz. Eine valable Alternative ist die Hyposensibilisierung: siehe dazu «Der Rat».

 

News

 

Darmkrebs nie?

Unter diesem Slogan lanciert die Krebsliga Schweiz eine Pilotaktion gegen eine der häufigsten bösartigen Erkrankungen. Täglich erkranken in der Schweiz rund zehn Personen neu an einem Darmkrebs, vier sterben jeden Tag daran. Weil Früherkennung über Leben und Tod entscheiden kann, setzt die Krebsliga auf eine breit angelegte Informationskampagne. Natürlich sind auch die RegioPharm Apotheken mit von der Partie und beantworten Fragen zu Risikofaktoren, Prävention, Symptome etc.

 

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Der Rat

 

Um Allergiker dauerhaft von ihrer Pein zu befreien, bietet sich die Hyposensibilisierung Immuntherapie an, eine Art Impfung. Bei diesem Verfahren wird dem Patienten über eine längere Zeit (bis mehrere Jahre) in regelmässigen Abständen eine kleine Menge des allergieauslösenden Stoffes unter die Haut gespritzt.

Damit wird erreicht, dass sich der Körper an den Fremdstoff gewöhnt und ihn nicht mehr als gefährlich
einstuft. Bei einer Vielzahl von Allergikern hat man damit gute Resultate erzielt, zumindest kann so eine Verschlimmerung der Allergie verhindert werden. Aufgepasst: Neu muss man sich die Fremdsubtanzen nicht mehr zwingend wöchentlich spritzen lassen, sondern kann sie auch oral einnehmen – eine empfehlenswerte Therapieform.

 

 

 

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