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Rauchen - Entspannendes Gift

 

 

Immer mehr Leute beginnen immer früher zu rauchen. In der Schweiz greifen rund 40 Prozent der 15- bis 19-Jährigen regelmässig zur Zigarette. 22 Personen sterben täglich an den Folgen des Tabakkonsums. Das sind zweimal mehr als alle Todesopfer durch Verkehrsunfälle, Mord, Selbstmord, harte Drogen und AIDS zusammen. Trotzdem wird geraucht, zuerst aus Neugier oder Langeweile, dann wegen der angenehmen Empfindungen und schliesslich aus Sucht. Den Jugendlichen vermittelt das Rauchen zudem da Gefühl vom Erwachsensein.

 

Die Zigarette kann noch stärker abhängig machen als harte Drogen. Sie ist und bleibt die Suchtverführerin Nummer eins.

Gift. Für die Abhängigkeit verantwortlich ist in erster Linie das im Tabak enthaltene Nikotin, das sowohl anregende als auch entspannende Wirkung hat. Das Suchtpotential ist noch grösser als bei den harten Drogen. Nikotin ist ein starkes Gift; bei oraler Aufnahme wirkt bereits 1mg pro Kilo Körpergewicht tödlich. Daneben verengt es die Blutgefässe und fördert die Arteriosklerose, die mit Herzinfarkt oder Schlaganfall enden kann. Beim Verbrennen des Tabaks entstehen über 4000 weitere Schadstoffe, die vor allem das Atemsystem schädigen: das Kohlenmonoxid, das die Versorgung des Körpers mit Sauerstoff beeinträchtigt; schleimhautreizende Stoffe, die Raucherhusten und Magenentzündungen verursachen sowie Teerstoffe, die in die feinsten Verästelungen der Bronchien eindringen und Zellen zerstören, was nach zehn und mehr Jahren zu Krebserkrankungen führen kann. Rauchen ist deshalb die häufigste Ursache von chronischer Bronchitis und Lungen-, aber auch Mundhöhlen-, Kehlkopf-, Magen- und Harnblasenkrebs.

Vor allem während der Schwangerschaft sollte das Rauchen unbedingt vermieden werden. Das Nikotin geht in den Fötus über. Eine verzögerte Entwicklung, Untergewicht und Frühgeburt können Folgen sein. Beim Stillen gelangt das Nikotin auch in die Muttermilch.

 

Entwöhnung. Der Abschied vom Glimmstengel ist nicht einfach und haufig mit Nervosität, Müdigkeit, Blutdruckkrisen, Schlafstörungen, Depressionen, Konzentrationsproblemen und Hungerattacken verbunden. Die Entwöhnung vom Nikotin und die Überwindung der korperlichen Abhängigkeit benötigt etwa 3 Monate. Noch schwieriger ist es oft, die psychologischen Probleme des Rauchstopps in den Griff zu bekommen.

 

News

 

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Der Rat

 

 

 

Die wichtigste Voraussetzung für den Rauchstopp ist der feste Wille, auf das Rauchen endgültig zu verzichten. Wenn dieser fehlt, lässt man den Versuch besser bleiben. Die Entwöhnung erfolgt am sinnvollsten, indem man dem Körper das gewohnte Nikotin in anderer Form zuführt und die Dosis allmählich reduziert. Die Behandlungsmethode richtet sich nach dem Rauchertyp. Wer einen eher tiefen, aber konstanten Nikotinnachschub benötigt, wählt am besten ein Pflaster.

 

Während der Nacht sollte es entfernt werden, da es Albträume verursachen kann. Wer dagegen eine höhere, schnell spürbare Nikotindosis braucht, zum Beispiel in Stresssituationen oder am Feierabend, verwendet besser Nikotin Kaugummi, Lutsch-pastillen, Spray oder Inhaler. Bei Bedarf können die Methoden auch kom-biniert werden. Belohnen Sie sich während der Ent-wöhnung von Zeit zu Zeit selber mit einem Geschenk für das Durchhalten.

 

 

 

Weitere Tipps

- Viel trinken.

- Orte meiden, wo geraucht wird.

- Akkupunktur kann die Entwöhnung erleichtern.

- Die Unterstützung durch Freunde oder Familie starkt den Durchhaltewillen.

 

 

Ratschläge von RegiopPharm hören Sie jeden Mittwoch um 9.30 Uhr auch auf Radio Radio Canal 3.

 

Weitere Infos aus dieser Rubrik:

RegioPharm, Postfach 6251, 2500 Biel-Bienne 6

 

 

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