|
|
|

| |
Brüggstrasse 2,
Route de Brügg
2503 Biel-Bienne
Tel: 032 365 25 23
Fax: 032 365 50 17
Mail: info@apotheke-biel.ch |
|
|
|
|
|
|
Migräne
/ Presslufthammer im Kopf
|
|
|
|
Jeder zehnte
Schweizer leidet an Migräne.
|
|
«Psst,
es ist wieder soweit», flüsterten wir uns als Kinder jeweils zu, wenn sich
unsere Mutter mit einem Kübel ins Schlafzimmer verzog. Lärm, Licht und
Essensgerüche waren in den nächsten Stunden tabu – Migräne.
|
|
|
|
Aura. Der Ausdruck
stammt vom griechischen «Hemikranion» ab und bedeutet halbseitige
Kopfschmerzen. Die typische Beschränkung auf eine Kopfhälfte ist der
Hauptunterschied zu gewöhnlichen Kopfschmerzen. Wer einmal unter Migräne
gelitten hat, kennt den Unterschied. In der Schweiz leiden 8 bis 15 Prozent
der Erwachsenen und 6 bis 10 Prozent der Schulkinder unter Migräne. Ein
Anfall verursacht starke, klopfende Kopfschmerzen, die bis drei Tage dauern
und oft von Licht-, Lärm-, Geruchs- und Berührungsempfindlichkeit, Übelkeit
oder Durchfall begleitet werden.
|
|
|
|
Ein
Anfall gliedert sich in zwei bis vier Phasen. Bei dreissig Prozent der
Betroffenen treten Vorboten auf wie Euphorie, Depression, Heisshunger,
Hyperaktivität oder häufiges Gähnen. Die zweite Phase, die Aura, setzt bei 16
Prozent der Patienten eine halbe bis eine Stunde vor Schmerzbeginn mit Seh-
oder Gefühlsstörungen oder gar Lähmungen ein. Als Drittes folgt der Schmerz
und während der Regressionsphase schliesslich die Erschöpfung und grosse
Mengen wasserklarer Urin.
|
|
|
|
Zitronensaft. Über die Ursachen
ist wenig bekannt. Man weiss, dass die Durchblutung des Gehirns verändert
ist, zudem spielen Funktionsstörungen der Hirnnervenzellen und hormonelle
Faktoren eine Rolle. Es gibt eine familiäre Prädisposition, Frauen trifft es
häufiger als Männer. Hat die Migräne zugeschlagen, gilt es die verschiedenen
Auslöser (siehe Rat) zu vermeiden. Nebst Chemie hilft folgendes: Ruhe,
Pfefferminzöl oder kalte Kompresse auf Stirne, Wärmepackungen im Nacken,
einige schwören auf Kaffee mit Zitronensaft. Ansonsten muss erst die Magenfunktion
gewährleistet werden, damit Schmerzmittel ihre Wirkung entfalten können. Bei
ungenügender Medikamentenwirkung können zudem Triptane oder
Mutterkorn-Derivate verordnet werden. Die Medikamente sollten nicht länger
als zehn Tage pro Monat eingenommen werden, sonst besteht die Gefahr
chronischer Kopfschmerzen. Ein Arztbesuch empfiehlt sich auch, wenn die
Anfälle häufiger oder stärker werden, mit Fieber, Verwirrtheit oder
Sprechstörungen einhergehen oder eine neue Art von Schmerz auftritt. Migräne
ist eine schwerwiegende Erkrankung. Um Anzahl und Schwere der Anfälle zu
vermindern, empfiehlt sich allenfalls eine Präventivbehandlung mit
Betablockern, Calziumantagonisten, Antidepressiva oder Antikonvulsiva.
Zuletzt darf nicht vergessen werden, dass Migränepatienten an einer
chronischen Krankheit leiden und aufmerksamer Betreuung bedürfen – wie wir
das damals als Kinder gewährleistet haben.
|
|
|
|
News
|
|
|
|
Neue
Zusammensetzung
|
|
Die
Zulassungsbehörde der Schweiz Swissmedic hat gewisse rezeptfreie
Schmerzmittel aus dem Handel gezogen aufgrund ihres schlechten Nutzen-Risiko-Verhältnisses
(Nebenwirkungen oder erhöhtes Suchtpotential beispielsweise). In der Folge
hat die Pharmaindustrie bei vielen bekannten Produkten die Zusammensetzung
geändert, den Namen der Medikamente jedoch nur leicht modifiziert. Beachten
Sie dies nicht, kann das zur Folge haben, dass das bekannte Produkt nicht
mehr gleich wirkt. Fragen Sie in Ihrer RegioPharm Apotheke, ob die neue
Zusammensetzung auch wirklich die richtige ist für Ihre Art von Schmerzen.
|
|
|
|
Der Rat
|
|
|
|
Es
ist bekannt, dass gewisse Substanzen und Situationen eine Migräne auslösen
können. Das Führen eines Kopfschmerz-Tagebuchs während einiger Monate kann
helfen, die individuellen Auslösefaktoren zu bestimmen und zu vermeiden.
Diese können sein: Lärm, Stress, Licht, Alkohol, Gerüche, Wetterumstürze
(Föhn), zu intensive psychische oder physische Anstrengung, Hormon- oder
Stoffwechselprobleme, Hunger, ein veränderter Schlaf-Wach- Rhythmus, aber
auch Nahrungsmittel wie Gewürze, Kaffee, Käse, Schokolade oder Zitrusfrüchte.
Viele
leiden gerade am Wochenende an Migräne, weil sie dannm länger schlafen,
andere Essgewohnheiten haben und weniger Kaffee trinken als unter der Woche.
Wichtig ist es, keine Mahlzeiten auszulassen, gesund und regelmässig zu essen
und viel zu trinken, auch im Winter. Zur Prophylaxe werden zudem empfohlen:
Entspannungsübungen, Ausdauertraining sowie die Einnahme von Magnesium oder
Vitamin B2.
|
|
|
|
|