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Husten - Lebenswichtiger Reflex

 

 

Husten ist ein explosionsartiges
Ausatmen, wobei die ausgestossene Atemluft Geschwindigkeiten
von bis zu 1000 km/h erreicht. «Das ist ein lebenswichtiger Reflex, der uns vor dem Ersticken bewahrt», erklärt Peter Durtschi, Apotheker in Biel.

 

Husten ist ein treuer, meist aber harmloser Begleiter von Erkältungen. Er kann jedoch Signal einer schweren Atemwegserkrankung sein.

Hirnzentrale. Unsere Atemwege sind von der Nase bis zur Lunge mit einer Zellschicht ausgekleidet, die ständig ein Sekret produziert, das die mit der Luft eingeatmeten Verunreinigungen herausfiltert. Mit den feinen Flimmerhärchen auf seiner Oberfläche transportiert es die Fremdpartikel wie ein Fliessband Richtung Rachen und Nase, wo sie ausgeschneuzt, ausgespuckt oder geschluckt werden. Bei einer Reizung durch Kälte, aggressive Gase, Infektionserreger oder einen grossen Fremdkörper wird die Sekretproduktion so stark erhöht, dass das Abtransportsystem überlastet ist und sich der Schleim in den Bronchien staut. Dies löst eine Alarmmeldung an das Hustenzentrum im Gehirn aus, worauf der Körper versucht, mit Hustenstössen die Bronchien vom angesammelten Schleim zu befreien.

 

Nervöser Tick. Im Winter ist der Husten vor allem Begleiter der viralen Erkältungen, oft in Gesellschaft von Halsweh und Schnupfen. Während der ersten drei bis vier Tage schüttelt er uns mit plötzlichen Anfällen von heftigem, trockenem Bellen ohne Auswurf.

Reizhusten kann aber auch im Zusammenhang mit Asthma oder Infektionskrankheiten wie Diphtherie, Keuchhusten oder Pseudokrupp auftreten. Weitere mögliche Ursachen sind Kälte, Rauch, Reizgase, bestimmte Medikamente oder ein nervöser Tick. Heilt der Erkältungshusten in diesem Stadium nicht ab, kommt es zur Überproduktion von Schleim, der idealer Nährboden für zusätzliche bakterielle Infektionen ist. Der Husten ist nun produktiv, das heisst mit Auswurf von zähem bis eitrigem Schleim verbunden. Wird er nicht behandelt, kann er sich zu einer schweren Bronchitis oder gar Lungenentzündung verschlimmern.

 

Blut. Personen mit Atemwegproblemen oder einer Immunschwache wie zum Beispiel starke Raucher oder Asthmatiker sind für Hustenerkrankungen besonders anfällig. Das gleiche gilt für Leute höheren Alters. Ein Arztbesuch ist unerlässlich, wenn der Auswurf blutig ist, der Husten langer als drei Wochen andauert, mit Fieber über 38 Grad verbunden ist oder eine Nebenwirkung von bestimmten Medikamenten gegen erhöhten Blutdruck oder Asthma sein konnte.

 

News

 

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Der Rat

 

 

 

Den trockenen Reizhusten stillt man mit Kodein und anderen Morphinderivaten, die direkt auf das Hustenzentrum im Gehirn wirken und den Hustenreflex unter-drücken. Die Dauer einer solchen Behandlung muss aber zeitlich beschränkt bleiben und die Dosierung, insbesondere bei Kleinkindern und Kindern, streng dem Alter angepasst werden. Häufige Nebenwirkungen sind Verstopfung, Schläfrigkeit und Dämpfung des Atemzentrums. Bei produktivem Husten helfen Expektoranzien, den zähen Schleim zu verflüssigen, so dass er leichter abgehustet werden kann. In der Apotheke findet man eine Vielzahl solcher Mittel in flüssiger und fester Form. Besonders bei produktivem Husten sollte man pro Tag bis zu 2 Liter Wasser trinken. Bronchialtee hat eine zusätzliche schleimlösende Wirkung, während Hustenbonbons den strapazierten Hals beruhigen. Ebenfalls empfohlen werden Dampfinhalationen mit Zusatz von Eukalyptus-, Pfefferminz- und Thymianöl.

 

 

 

Tipps zum Vermeiden von Husten

- Mehr schlafen und etwas weniger arbeiten.

- Geeignete Bekleidung gegen Nasse und Unterkühlung.

- Ansammlungen von erkalteten Personen meiden.

- Das Immunsystem mit Echinacea oder Vitamin C starken.

- Auf eine genügend hohe Luftfeuchtigkeit in Wohn- und Arbeitsräumen achten.

 

 

Ratschläge von RegiopPharm hören Sie jeden Mittwoch um 9.30 Uhr auch auf Radio Radio Canal 3.

 

Weitere Infos aus dieser Rubrik:

RegioPharm, Postfach 6251, 2500 Biel-Bienne 6

 

 

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